Tipps zum langen Wochenende
Friday, 3. June 2011
Christi Himmelfahrt, Pfingsten und Fronleichnam – im Juni gibt’s drei lange Wochenenden. Für alle, die noch keine Ideen für die viele Freizeit haben, ein paar Anregungen.
Christi Himmelfahrt, Pfingsten und Fronleichnam – im Juni gibt’s drei lange Wochenenden. Für alle, die noch keine Ideen für die viele Freizeit haben, ein paar Anregungen.
Auch enttäuschende Urlaube tragen zu unserem Wohlbefinden bei, sagt der Schriftsteller und Reisephilosoph Alain de Botton. (Interview vom 5.03.2011, durchgeführt von FOCUS-Redakteurin Ellen Daniel).Viele Menschen buchen Pauschalurlaub. Ist das nicht gerade der Versuch, Überraschungen zu vermeiden?
Das glaube ich nicht. Wir lassen uns zu umfänglichen und enorm kostspieligen Unternehmungen hinreißen, nur weil wir im Prospekt das Foto einer Palme gesehen haben, die sich sanft im tropischen Wind neigt. Auch wenn wir uns im Verlauf der Reise dann in kleineren oder größeren Details getäuscht sehen, packen wir immer wieder Koffer. Letztlich geben wir neuen Erfahrungen den Vorzug vor keinen Erfahrungen. Lieber enttäuscht werden, als gar nichts gewagt zu haben. Die allerwenigsten Urlauber fahren an den immer gleichen Ferienort. Und die, die es tun, sterben langsam aus.
Nackte Haut, ausgelassene Stimmung, heiße Samba-Rhythmen – Rio de Janeiro feiert Karneval!
In der brasilianischen Faschingshochburg am Zuckerhut herrscht wieder Ausnahmezustand. Die ganze Stadt feiert seit Sonntagnacht ausgiebig auf den Straßen Karneval.
Die arabische Welt in Aufruhr: Nach den Aufständen in Tunesien und Ägypten wollen nun die Libyer Diktator Gaddafi stürzen. Und sogar in Bahrain herrscht Chaos. Das Auswärtige Amt hat etliche Reisewarnungen für arabische Staaten verhängt. Andere werden allerdings inzwischen wieder aufgehoben.
Günstige Lockangebote für das Rote Meer: Deutsche Reiseveranstalter setzen die Karawane nach Ägypten wieder in Gang.
Zu den Bildern, die von der Revolution in Ägypten bleiben werden, gehört wohl auch jenes der langen Kette von Fremdenführern: Vor den Pyramiden aufgereiht, posierten sie mit selbstgeschriebenen Transparenten in allen möglichen Sprachen und forderten die Touristen zur Rückkehr auf. Für ein Land, in dem der Tourismussektor mehr als zehn Prozent der gesamten Wirtschaftsleistung erbringt, fünf Millionen Menschen direkt und noch weit mehr indirekt von den Urlaubern leben, ist das Ausbleiben derselben ein herber wirtschaftlicher Rückschlag.
Die Umbuchungswelle rollt und rollt: Von der Krise in Ägypten profitieren Urlaubsziele in Spanien und der Türkei. Das Versprechen des tunesischen Tourismusministers klingt fast wie ein Flehen: Ausländische Gäste könnten ihren Urlaub bald wieder in “totaler Sicherheit und einer Atmosphäre absoluter Freiheit” verbringen, sagt Übergangsminister Mahdi Houas. Ihm liegt daran, nach den gewaltsamen Protesten im Januar die Urlauber so schnell wie möglich wieder in die Ferienhotels auf Djerba oder in Hammamet zurückzuholen.
Wer wird in Zeiten des Internet noch Buchhändler und wer kommt auf die Idee, alte Bücher in Kisten zu packen und im Freien zu verkaufen? Genau das ist das Geschäft der Pariser Freiluftbuchhändler. Doch viele von ihnen setzen eher auf billige Andenken.
Grüne Metallkisten hängen an der Ufermauer der Seine in Paris, jede zwei Meter lang und etwa 60 Zentimeter hoch. Sind sie geschlossen, fällt der rotbraune Rost ins Auge, der sich in das Gehäuse frisst. Geöffnet verwandeln sie sich in eine bunte Auslage mit alten Büchern, Zeitschriften und Kunstdrucken. So sollte es jedenfalls sein nach den Regeln der Stadtverwaltung für die “Bouquinisten”, die Freiluftbuchhändler. Doch an manchen Ständen locken stattdessen bunte Eiffeltürme, Kühlschrankmagnete und Poster die Touristen.
Die politischen Unruhen in Ägypten fanden am gestrigen Dienstag wohl ihren vorläufigen Höhepunkt: die Opposition rief zum Generalstreik auf, der so lange anhalten soll bis Präsident Hosni Mubarak freiwillig aus seinem Amt scheidet. Die Demonstranten hoffen darauf, dass dieser spätestens am Freitag dem Druck der Bevölkerung nachgibt. Mubarak wechselte zwar bereits einige seiner Regierungsmitglieder aus, die Bewegung der auch der der Friedensnobelpreisträger Mohammed ElBaradei angehört, fordert allerdings das auch Mubarak selbst seinen Hut nimmt und Platz macht für einen Neuanfang.