Die Austragung des Eurovision Song Contests 2012 ist die Gelegenheit für die kleine Kaukasusrepublik Aserbaidschan, sich auch touristisch in Szene zu setzen. Das Potenzial ist vorhanden.
The Winner is: Aserbaidschan. Mit dem ersten Platz des aserbaidschanischen Duos Ell & Nikki war am Samstag die Sensation des Eurovision Song Contests (ESC) perfekt. Und die meisten Menschen des 9-Millionen-Einwohner-Landes am Kaspischen Meer sind überglücklich und stolz. Trotz strömenden Regens und frühmorgendlicher Uhrzeit stürmten Zehntausende Aserbaidschaner auf die Straßen der Hauptstadt Baku, um den historischen Sieg zu feiern. „Hurra!“, „Es lebe Aserbaidschan!“ und „Wir sind eine Sieger-Nation!“ riefen die Menschen in der islamisch geprägten Ex-Sowjetrepublik.
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Tags: Aserbaijan, Baku, ESC
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Was ursprünglich als einmalige Tagestour begann, ist zum lukrativen Geschäft geworden: ein Ausflug in die ländliche Heimat von Kate Middleton, der künftigen Frau von Prinz William.
Für umgerechnet rund 40 Euro führt die Tour durch die sanfte Hügellandschaft der Grafschaft Berkshire etwa 85 Kilometer westlich von London. Es ist eine Bilderbuchszenerie wie in den Romanen der Schriftstellerin Jane Austen. Der Tagestrip führt durch die Dörfer zum ersten Haus der Middletons, zur Kirche von Kates Taufe und zum Lieblingslokal der Familie. Ursprünglich sollte es nur eine einmalige Tour sein für Tagesausflügler aus London. Doch inzwischen hat der Bus schon mehrfach die Runde, jedes Mal mit rund 30 Touristen besetzt.
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Tags: Jane Austen, Kate Middleton
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Avilés hat eine mittelalterliche Innenstadt, viel Geschichte, gutes Essen. Doch Urlauber zieht es selten ins nordspanische Küstenstädtchen. Der Architekt Oscar Niemeyer soll das ändern – mit einem spektakulären Kulturzentrum, das sogar Brad Pitt begeistert.
Eigentlich hat Avilés alles, um Urlauber anzuziehen. Die mittelalterliche Innenstadt bezaubert mit schönen Arkaden-Gängen und hübsch verzierten Holzbalkonen. Viele Gebäude in der Galiana-Straße und der Calle de Rivero stammen noch aus dem 14. Jahrhundert. Einige Kirchen wie die Iglesia de los Padres Franciscanos und San Nicolás de Bari wurden sogar im 13. Jahrhundert gebaut. Stadtpaläste, Parkanlagen und das prachtvolle Theater Palacio Valdés lassen die glorreiche Vergangenheit der Hafenstadt ahnen.
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Mitte April beginnt eines der größten Kreuzfahrtschiffe der Welt die Saison im Mittelmeer. Kein Einzelfall – 2011 feiern etliche Riesenpötte Premiere in südeuropäischen Gewässern.
Adam M. Goldstein, Präsident von Royal Caribbean International, dessen Mutterkonzern RCL Cruises das weltweit zweitgrößte Kreuzfahrtunternehmen ist, scherzte einmal vor versammelter Mannschaft:
„Wenn der Trend zu mehr Europarouten unserer Flotte
weiter anhält, sollten wir über eine Namensänderung nachdenken und uns eventuell von ,Royal Caribbean’ in ,Royal European’ umbennen.“ Das war 2007, als die zur Goldstein’schen Flotte zählende „Liberty of the Seas“ als damals größtes Kreuzfahrtschiff der Welt vorgestellt wurde. Nun, vier Jahre später ist beim US-Unternehmen, zu dem auch die Marke Celebrity Cruises gehört, von einer echten Umfirmierung freilich nicht die Rede – und das trotz des anhaltenden Europatrends. Fakt ist: So viele Schiffe wie in diesem Jahr wurden noch nie zu Einsätzen jenseits des Großen Teichs geschickt.
Und nicht nur Royal Caribbean entdeckt Europa, auch andere Größen der US-dominierten Branche setzen auf den Alten Kontinent. Insbesondere das Mittelmeer erlebt immer mehr Kreuzfahrtschiffe, die bislang in der Karibik und anderswo unterwegs waren. Zum Vergleich: Im Jahr 2010 kreuzten zehn Schiffe mit mehr als 3000 Passagieren durch Europa, 2011 sind es bereits 16. Und auch in einer Schiffsliga darunter, mit 2500 bis 3000 Passagieren, werden in diesem Jahr 14 Vertreter verzeichnet. Auch das stellt einen neuen Rekord dar.
Das größte Kreuzfahrtschiff, welches das Mittelmeer je gesehen hat, hatte am 16. April seine mediterrane Premiere: Die „Liberty of the Seas“ startet die erste von mehreren Routen im westlichen Mittelmeer. Mit an Bord des 339 Meter langen Giganten werden jeweils bis zu 3436 Gäste sein.
Dieses Angebot spart Urlaubern, deren Schiffsmotto „Je größer, desto besser“ lautet, eine Menge Geld. Denn bislang mussten sie ein Flugticket nach Nordamerika oder in die Karibik lösen, um auf den Größten der Großen mitzureisen. Jetzt genügt ein Kurzstreckenticket, welches neben Kosten auch Zeit spart. Schließlich ist man nach zwei bis drei Flugstunden in Rom, Venedig, Palma de Mallorca, Istanbul, Athen oder Genua – die bedeutendsten Häfen für große Kreuzfahrtschiffe.
Tags: Kreuzfahrt, mittelmeer
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Noch gibt es keinen Flughafen, noch können Urlauber manche Strände fast für sich haben: Die kleinste Baleareninsel Formentera ist eine Oase zwischen den Massentourismus-Zielen der Umgebung. Doch die Gefahr ist groß, dass hier die gleichen Fehler gemacht werden wie einst auf Mallorca.
Es Pujols – Formentera hat keinen Ballermann und kein Tramuntana-Gebirge. Es werden hier keine heißen Party-Nächte wie auf Ibiza gefeiert. Dafür bietet die kleinste Balearen-Insel eines im Überfluss: Ruhe und die schönsten Strände des gesamten Archipels. Das mit der Ruhe sei allerdings relativ, sagt Ekkehard Hoffmann. “Im Frühjahr, Herbst und Winter ist es wirklich traumhaft ruhig und entspannt hier. Aber im Juli und August heizen Tausende Italiener mit ihren Vespas über die Insel”, erzählt der 57-jährige Bremer, der seit mehr als 20 Jahren auf Formentera wohnt. Er scheint schon lange nicht mehr auf Mallorca oder Ibiza gewesen zu sein. Verglichen mit den dortigen Urlauber-Hochburgen wirkt Es Pujols, der touristische Hauptort Formenteras, wie ein verschlafenes Dörfchen – noch.
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Tags: Balearen, Formentera
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Platz 1: Kanada Auswanderer integrieren sich hier am besten mit den Einheimischen und ihren Gepflogenheiten. 45 Prozent der Befragten gaben an, genauso oft mit Einheimischen auszugehen wie mit anderen Auswanderern – Bestmarke!
Angeheizt durch TV-Dokus wie „Goodbye Deutschland“ (Vox) träumen unzählige Deutsche von Auswandern. Ein Häuschen in der Normandie, ein Loft in New York – egal wo, man muss sich immer erst mal neu einleben. Und das ist oft gar nicht so einfach! Eine Umfrage unter Auswanderern verrät jetzt, wo sich „Expats“ am schnellsten heimisch fühlen.
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Tags: Kanada, new york
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Lindos
Mal nicht nur baden: Viel zu reich und lebendig ist die Geschichte von Rhodos, der Insel des Sonnengottes Helios, als dass man sie ignorieren könnte – ein Streifzug im Frühling.
Im Kontrast zu den schönen Badebuchten an der mehr als 70 Kilometer langen Ostküste steht das grüne Inselinnere, ideal zum Wandern und Radfahren. Wer also Lust hat, der nutzt die Gunst der Stunde und erkundet die Kreuzritter-Insel, deren Zivilisationsspuren bis in die Antike zurückreichen. Es muss nicht immer Rhodos-Stadt sein, wo es den berühmten, einst als Weltwunder gefeierten Koloss von Rhodos nur noch in Souvenirläden gibt. Dafür flankieren heute Hirsch und Hirschkuh die Einfahrt des Mandráki-Hafens und begrüßen die Gäste, die mit der Fähre kommen. Der Damhirsch wurde zum Wappentier. Nach der Überlieferung wurde er auf die Insel gebracht, um sie von Giftschlangen zu befreien.
Tags: Griechenland, Kalithea, Rhodos
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Steuern, Gebühren, Nahverkehrsabgabe: In den USA errechnet sich der Endpreis einer Ware erst beim Bezahlen an der Kasse. Wo sich das Shoppen trotzdem lohnt:
Ein Shoppingtrip nach New York ist für viele Deutsche ein Traum – nicht erst seit die vier Stars der Fernsehserie “Sex and the City” den Einkaufsrausch in der großen Stadt zelebrierten. Doch wer sich bei Macy’s oder Bloomingdale’s schicke Pumps oder Kleidchen in die übergroßen Einkaufstüten packen lassen will, sollte eine gut gefüllte Reisekasse dabei haben. Denn in den USA bestimmt jeder Bundesstaat selbst, wie viel Prozent Mehrwertsteuer er erhebt – oder ob er ganz darauf verzichtet wie Delaware. Und in New York hat eine Änderung der “sales tax” das Einkaufen teurer gemacht.
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Tags: USA + Shopping
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Abu Dhabi ist dabei sich neu zu erfinden: Doch anders als das Nachbar-Emirat Dubai setzt man beim Tourismus auf mehr Diversifikation. Nur Sonne und Shopping reichen dem ehrgeizigen Scheich nicht.
Es ist so still hier, und grün! Leuchtendes Türkis, wenn man nach unten blickt, dazu ein mit Sonnenlicht durchtränktes Dunkelgrün über dem Kopf. Lautlos lässt sich mit ein paar Paddelschlägen im Kajak durch die Mangrovenwälder gleiten, Reiher und Fischschwärme als Begleitung – kein Gedanke mehr an den kuriosen Ort dieses Naturabenteuers – mitten drin in Abu Dhabi, der Hauptstadt der Vereinigten Arabischen Emirate.
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Tags: Abu Dhabi, Burj Al-Arab, dubai
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Auch enttäuschende Urlaube tragen zu unserem Wohlbefinden bei, sagt der Schriftsteller und Reisephilosoph Alain de Botton. (Interview vom 5.03.2011, durchgeführt von FOCUS-Redakteurin Ellen Daniel).
Doch warum reisen wir eigentlich?
Um uns selbst zu überraschen. Außerdem tut es immer gut, sich vor Augen zu führen, dass man selbst nicht das Zentrum der Welt ist
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Viele Menschen buchen Pauschalurlaub. Ist das nicht gerade der Versuch, Überraschungen zu vermeiden?
Das glaube ich nicht. Wir lassen uns zu umfänglichen und enorm kostspieligen Unternehmungen hinreißen, nur weil wir im Prospekt das Foto einer Palme gesehen haben, die sich sanft im tropischen Wind neigt. Auch wenn wir uns im Verlauf der Reise dann in kleineren oder größeren Details getäuscht sehen, packen wir immer wieder Koffer. Letztlich geben wir neuen Erfahrungen den Vorzug vor keinen Erfahrungen. Lieber enttäuscht werden, als gar nichts gewagt zu haben. Die allerwenigsten Urlauber fahren an den immer gleichen Ferienort. Und die, die es tun, sterben langsam aus.
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Tags: Alain de Botton, Glückssucher, Reise, urlaub
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